
Das besondere Merkmal des Grossen Pandas ist sein Fellmuster: Es ist rund um die Augen schwarz, ebenso an den Ohren, Beinen und Schultern. Das restliche Fell ist weiss. Wie der Eisbär hat der Grosse Panda Haare an den Fusssohlen. Die meiste Zeit verbringt er mit Schlafen und Fressen.
Grosse Pandas leben in Berggegenden in China. Sie bevorzugen lichte Laub- und Nadelwälder, in denen viel Bambus wächst.
Pandas ernähren sich fast nur von Bambus. Da dieser kaum satt macht, müssen sie täglich 12 bis 40 Kilogramm davon fressen. Um so viel Bambus zu suchen, brauchen sie entsprechend Zeit. Pandas verbringen etwa 16 Stunden am Tag mit der Nahrungssuche.
Pandas halten keine Winterruhe, denn Bambus gibt es das ganze Jahr über.
Grosse Pandas sind Einzelgänger. Die Weibchen verteidigen ihre Reviere gegen andere und setzen Duftmarkierungen. Pandamännchen gehen sich eher aus dem Weg und markieren mit Urin oder indem sie Bäume zerkratzen.
Pandabärinnen sind nur etwa alle zwei Jahre während wenigen Tagen paarungsbereit. Sie bringen in einer Höhle ein bis zwei Junge zur Welt, sehr selten drei.
Die Jungen sind nur etwa so gross wie Hamster und sehen überhaupt nicht aus wie Pandas. Sie sind rosa und fast nackt. Nur eins überlebt, da die Mutter zu wenig Kraft hat für mehrere Junge.
Die Mutter säugt das Junge etwa acht Monate lang. Mit etwa eineinhalb Jahren sind sie selbständig und suchen sich ein eigenes Revier.
In den letzten Jahren hat die Zahl der Grossen Pandas zwar wieder zugenommen. Trotzdem bleiben sie gefährdet, weil sie immer noch wenig Platz zum Leben haben. Die Menschen haben viele Bambuswälder abgeholzt, in denen Pandas lebten. Das ist heute zwar verboten, aber noch nicht alle halten sich daran.
Bambuspflanzen sterben in regelmässigen Abständen ab. Früher wanderten Pandas dann in ein anderes Waldgebiet, wo der Bambus gerade wuchs. Heute sind die Waldstücke zerstückelt. Dazwischen liegen Strassen, Dörfer oder Äcker. So ist es für Pandas schwierig, in neue Wälder zu wandern, und sie können verhungern.
Der WWF sorgt dafür, dass wieder mehr Waldstücke miteinander verbunden werden. Und er setzt sich für Schutzgebiete ein, in denen die Grossen Pandas leben können. Das hat dem Panda geholfen, dass er heute nicht mehr vom Aussterben bedroht ist.
Früher jagten Wilderer den Grossen Panda. Der WWF hat mitgeholfen, Parkwächter auszubilden. Die sorgen dafür, dass niemand die Pandabären jagt, und China bestraft die Wilderer härter als früher. Deshalb ist die Wilderei heute keine grosse Gefahr mehr für die Pandas.
Ausserdem sucht der WWF gemeinsam mit den Bewohnern der Dörfer Möglichkeiten, damit sie den Wald nicht abholzen müssen, sondern schonend nutzen können.